• Alina Schlieper

Wie positive Kommunikation unsere Selbstverwirklichung beeinflussen kann


Stell Dir vor, Du würdest gerne ein Start-up gründen, hast eine innovative Idee, aber andere sagen zu Dir „Lass das lieber, das birgt viel zu viele Risiken“ oder „Das gibt es bestimmt schon“. Was löst es in Dir aus? Und wie würde es andersherum aussehen, wenn jemand sagen würde „Super Idee!“ und Dich lobt?


Die Art etwas zu kommunizieren, ob positiv formuliert oder negativ, beeinflusst uns stark. Dabei spielt auch die eigene Kommunikation eine entscheidende Rolle und ist ein Spiegelbild unserer Einstellung.

Kommunikation findet dabei in allen Situationen statt. Paul Watzlawick sagte bereits: „Man kann nicht nicht kommunizieren“ sodass auch die Körperhaltung, also die non-verbale Kommunikation zur Äußerungen der eigenen Meinungen beiträgt.

Auch wenn es unserem Bewusstsein nicht immer zugänglich ist, hat Kommunikation Auswirkungen auf unser Handeln. Ebenso wie auf unsere Einstellung zu bestimmten Dingen, uns selbst und der Art wie wir unsere eigene Persönlichkeit entfalten, uns also Selbstverwirklichen. So hat Kommunikation auch einen erheblichen Einfluss auf unser Mindset (Denkweise)!


Mit diesem Phänomen haben sich auch Burnette et al. (2020) beschäftigt. Die Forscher*innen haben sich die Frage gestellt, inwiefern Mindsetbasierte Interventionen an Universitäten im Vergleich zu Wissensbasierten Interventionen, die Selbstwirksamkeit und daraufhin die akademischen Interessen in Bezug zur Start-up Gründung beeinflussen.

Sie teilten die Probanden in unterschiedliche Gruppen. Die erste Gruppe belegte einen „Mindsetbasierten“ Kurs, die zweite einen „Wissensbasierten“.

Während die Mindsetbasierte Gruppe Informationen über die Möglichkeiten und Chancen

einer Start-up Gründung erhielten und diese durch Positivbeispiele gestützt wurde, hat die andere Gruppe Informationen über Mythen des Start-up Business bekommen, über Risiken die diese bergen und was man beachten sollte, um schlimmeres zu vermeiden.


Die Ergebnisse waren eindeutig: Personen der zweiten Gruppe, wo die Kommunikation auf die negativen Aspekte gelegt wurde, hatten eine deutlich geringere Selbstwirksamkeitsrate im Hinblick auf die Gründung ihres eigenen Unternehmens, als die Probanden der ersten Gruppe, wo viel Wert auf positive Formulierung gelegt wurde.

Diese steigerten nicht nur den Grad ihrer Selbstverwirklichung, sondern auch ihre akademischen Interessen und Karrierewünsche haben sich positiv im Hinblick auf die Gründung eines eigenen Unternehmens verändert. Die Forscher*innen bestätigten also die zu Beginn genannten Fakten!


Das heißt, immer auf die Art achten wie Du etwas kommuniziert! Also mein Glas ist auf jeden Fall immer halb voll und nicht halb leer! Wie sieht‘s bei Dir aus?


Wenn du mehr über die Studie erfahren möchtest, kannst du den Artikel „A Growth Mindset Intervention: Enhancing Students’ Entrepreneurial Self-Efficacy and Career Development“ aus der „Entrepreneurship Theory and Practice“ über die EZB der Uni kostenlos* abrufen.

*für Studierende und Mitarbeiter*innen der UW/H


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