• Merve Coskun

Wie aus interessierten Kindern erfolgreiche Unternehmer*innen werden

Hast Du Dich schonmal gefragt, warum manche Menschen zu Unternehmer*innen werden, während andere in einem Angestelltenverhältnis bleiben? Das Leben als Unternehmer*in bringt viele unterschiedliche Aufgaben im Arbeitsalltag mit sich, die erfüllt werden müssen. Die Aufgabenfelder erstrecken sich von der Entwicklung des Geschäftsmodells bis hin zu Einstellung der ersten Mitarbeiter*innen sowie das Beschaffen von finanziellen Mitteln. Somit ist es von Vorteil, wenn Du als Unternehmer*in in verschiedenen Bereichen qualifiziert bist. Die Forscher*innen Krieger et al. (2021) nehmen an, dass Personen mit breiten Kompetenzen und “Skills” eher Unternehmer*innen werden als solche mit wenigen, aber spezialisierten Fähigkeiten. Somit stellt sich die Frage: Was sagt Dein Humankapital über Deinen unternehmerischen Erfolg aus und was hat das mit Deinen Interessen und Aktivitäten als Kind und Jugendliche*r zu tun?


Die Forscher*innen untersuchen, dass sich eine Vielzahl an Interessen und Aktivitäten im (frühen) Jugendalter in den Fähigkeiten im Erwachsenenalter widerspiegelt. In diesem Zusammenhang ergibt sich die Diversität der Fähigkeiten über einen abwechslungsreichen Lehrplan und der Teilnahme an außerschulischen Aktivitäten in der Schule. Auch verschiedenen Hobbys nachzugehen kann dies befeuern. Im späten Jugendalter werden die Fähigkeiten durch das vielseitige Engagement im Studium und der Beschäftigung in verschiedenen Funktionen im Arbeitsleben geprägt. Die Kompetenzen wachsen, laut den Forscher*innen, kumulativ – es beginnt in der Kindheit und wirkt sich auf die Fähigkeiten über die gesamte Lebensspanne aus. Diese Vielfältigkeit bildet auch die Grundlage für Deinen Wunsch, eine unternehmerische Tätigkeit anzustreben.


Deine vielseitigen Kompetenzen und Dein ‘Können’ zahlen sich als Unternehmer*in aus. Bei den unterschiedlichen Aufgaben und Herausforderungen, denen sich Entrepreneur*innen regelmäßig stellen müssen, kann das durchaus hilfreich sein. Im Gegensatz dazu sind in vielen Angestelltenverhältnissen keine vielfältigen Qualifikationen erforderlich, da die Aufgaben, die in den jeweiligen Berufen ausgeführt werden müssen, spezialisierter sind. Betrachtet man die Vorteile einer vielseitig qualifizierten Person, ist es wahrscheinlicher, dass diese Unternehmer*innen werden. Eine Person zu sein, die reich an Interessen und Kenntnissen ist, wirkt sich auch positiv auf den Fortschritt Deines Start-ups und die Langlebigkeit Deines Unternehmens aus.


Du denkst, dass Du noch einiges dazulernen kannst? Das ist die richtige Einstellung! Denn der Lernprozess ist als Unternehmer*in nie abgeschlossen und du solltest Dich als Führungsperson immer weiterentwickeln . Wenn Du als Gründer*in bereit bist, Deine fachlichen Kenntnisse zu erweitern und somit Dein ‘Know-how’ auszudehnen, verbessern sich auch Deine Chancen als Unternehmer*in langfristig erfolgreich zu sein.

Mehr über die Studie und ihre Ergebnisse erfährst Du im Artikel “The growth of entrepreneurial human capital: origins and development of skill variety” von Krieger et al. (2021) im Journal “Small Business Economics”. Über die EZB der Uni kannst Du den Artikel kostenlos* abrufen.

*für Studierende und Mitarbeitende der UW/H