• Alina Schlieper

Welche Rolle spielt der akademische Grad der Gründer*innen bei der Performance von Start-ups?


Wenn Ihr studiert, ist Euch bestimmt schon aufgefallen, dass dem Thema Gründung an deutschen Universitäten eine immer höhere Priorität zugeschrieben wird. So lässt sich beobachten, dass es immer mehr Angebote für Gründer*innen gibt. Auch im EZW sind viele Gründer*innen Studierende oder Absolventen. 


Doch macht der akademische Grad von Gründer*innen einen Unterschied in der Performance eines Start-ups?

Mit dieser Frage haben sich Roche, Conti & Rothaermel (2020) beschäftigt. 


Sie unterschieden in ihrer Studie zwischen “akademischen” Start-ups und “nicht-akademischen” Start-ups. Nicht-akademische Start-ups zeichnen sich dadurch aus, dass die Gründer*innen einem Ausbildungsberuf nachgehen. Akademische Start-ups hingegen wurden nochmal unterteilt in Gründer*innen mit einer Professur und PhD Studierenden.


Mithilfe mehrerer Analysen verschiedener Datensätze kamen die Wissenschaftler*innen zu folgendem Ergebnis:

Tatsächlich macht der akademische Grad von Gründer*innen einen Unterschied!

So fanden sie heraus, dass nicht-akademische Start-ups deutlich schneller den Markteintritt schaffen und ihre Meilensteine erreichen als akademische Start-ups und somit auch eher liquide sind. 

Es zeigte sich jedoch auch ein Unterschied innerhalb der akademischen Start-ups.

So sind von Studierenden initiierte Gründungen zwar genauso schnell liquide wie von Professor*innen gegründete Unternehmen, jedoch unterscheiden sie sich in ihren Geschäftsmodellen. So liegt der Fokus bei Studierenden häufiger auf der Quantität, während der Fokus bei Professor*innen auf der Qualität liegt. Der Grund hierfür kann laut der Wissenschaftler*innen die angespannte Lage auf dem Arbeitsmarkt sein, die den Druck auf Studierende erhöht.


Als Erklärung für den Unterschied zwischen akademischen und nicht-akademischen Start-ups nannten die Forscher*innen die unterschiedliche Art des Wissens der Gründer*innen. Während Akademiker vermehrt theoretisches Wissen besitzen, profitieren die anderen von Praxiserfahrung.

Jedoch betonten die Forscher*innen auch, dass diese Phänomene nicht in allen Branchen beobachtet werden können. Der Fokus ihrer Analyse lag auf technisch basierten Gründungen. 

Dennoch unterstrichen die Wissenschaftler*innen noch einmal die Unabdingbarkeit von divers bereitgestelltem Wissen, auch an Universitäten.


Wie schaut es bei Euch aus, habt Ihr studiert oder eine Ausbildung absolviert? Vielleicht wäre ein akademisch-gemischtes Team genau das richtige für Eure Start-up Idee? 


Wenn Du mehr über die Studie erfahren möchtest, kannst Du den Artikel „Different founders, different venture outcomes: A comparative analysis of academic and non-academic startups” aus dem „Research Policy”  über die EZB der Uni kostenlos* abrufen.


*für Studierende und Mitarbeiter*innen der UW/H


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