• Wanja Firnkes

Was ist Initial Coin Offering?

Das Initial Coin Offering (ICO) ist eine Form des Crowdinvestings (mehr über Crowdinvesting erfährst du hier). Während die InvestorInnen beim Crowdinvesting normalerweise im Gegenzug zu ihrem Investment Eigentumsanteile an dem Start-up erhalten, bekommen die InvestorInnen beim ICO einen Gegenwert in virtueller Währung (z. B. Bitcoins). Das ICO wird vor allem von Start-up genutzt, die sich mit Kryptowährungen oder Blockchain auseinandersetzen. Der Vorteil eines ICO gegenüber einer normalen Crowdinvesting-Kampagne bestand lange Zeit darin, dass virtuelle Währungen nicht so stark reguliert wurden wie reales Geld. Somit konnten Start-ups den streng regulierten Kapitalbeschaffungsprozess umgehen. Mittlerweile ist dies nicht mehr der Fall, denn seit 2020 stehen Kryptowährungen und Blockchain unter Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).


Ein Beispiel für Initial Coin Offering:

Das Start-up XY beschließt eine eigene Kryptowährung aufzubauen, z. B. den EZW-Dollar. Für die fehlende Hardware und das Programmieren benötigen sie jedoch einen Vorschuss von 10.000 €. Also startet das Start-up XY eine Crowdinvesting-Kampagne, bei der die InvestorInnen im Gegenzug zu dem Geldbetrag eine Anzahl an EZW-Dollar erhalten. Das Start-up bietet also an, dass Euro in EZW-Dollar umgetauscht werden können (das ist Initial Coin Offering). Die InvestorInnen hoffen nun darauf, dass der EZW-Dollar in einigen Jahren den Wert vervielfacht, sodass sie diesen wieder gewinnbringend verkaufen können.


Wo wird ICO genutzt?

Da das Phänomen des ICO noch relativ neu ist, gibt es bis jetzt nur sehr wenige Studien zu den Erscheinungsmerkmalen von ICOs. Eine Studie von Huang, Meoli und Vismara (2019) hat sich damit auseinandergesetzt und wollte herausfinden, in welchen Ländern mehr ICOs genutzt werden und was die Gründe dafür sein könnten. Ihre Studie kam zu dem Ergebnis, dass Start-ups, die ICOs benutzen, am häufigsten in Ländern mit entwickelten Finanzsystemen, öffentlichen Aktienmärkten und fortschrittlichen digitalen Technologien vorkamen. Die meisten ICOs gab es also z. B. in Deutschland, China, Russland oder den USA. Neben der Infrastruktur und der Technologie gab es einen weiteren entscheidenden Aspekt: die staatliche Regulierung. Wenn es eine ICO freundliche Regulierung gab, waren in dem Land auch mehr ICOs vorhanden, wohingegen strengere Regulierungen zu einem Rückgang an ICOs führte.


Es bleibt abzuwarten, welchen Einfluss die neuen Regulierungen des BaFin auf die Anzahl der ICOs in Deutschland hat.



Wenn du mehr über die Studie erfahren möchtest, kannst du den Artikel “The geography of initial coin offerings” aus der Small Business Economics über die EZB der Uni kostenlos* abrufen.

*für Studierende und Mitarbeiter*innen der UW/H


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