• Wanja Firnkes

Sind Unternehmer wettbewerbsorientierter als Nicht-Unternehmer?

Viele GründerInnen nehmen regelmäßig an Wettbewerben jeglicher Art teil, zum Beispiel bei Gründerwettbewerben oder Pitch-Wettbewerben. Bei Gründerwettbewerben wartet in der Regel eine Förderung oder ein Preisgeld auf die beste Idee, wohingegen Pitch-Wettbewerbe eher das eigene Auftreten bestärken sollen und somit gutes Training für wichtige Geschäftspräsentationen sind. Menschen, die mit Unternehmertum nichts zu tun haben, nehmen in der Regel seltener an Wettbewerben teil. Neben sportlichen Hobbys, wie Fußball oder Tennis, bei denen man regelmäßig an Wettbewerben teilnimmt, gibt es verhältnismäßig wenige Wettbewerbe für Nicht-UnternehmerInnen.


Warum stellen sich UnternehmerInnen häufiger Wettbewerben?

Es ist offensichtlich, dass Start-ups einen finanziellen und zukunftsorientierten Anreiz haben, an Wettbewerben teilzunehmen und diese zu gewinnen. Denn wenn sie den Wettbewerb gewinnen, erhalten sie Geld oder Dienstleistungen, für die sie sonst Geld hätten zahlen müssen. Dieser Anreiz wird von der Bundesregierung und Förderprogrammen ganz bewusst gesetzt, um Gründungen im Allgemeinen und somit auch die Wirtschaft Deutschlands zu stärken. Es werden also gezielt Ressourcen und Geld in Förderprogramme und Gründerwettbewerbe investiert, damit in Zukunft eine höhere Anzahl an Gründungen und Unternehmen entstehen. Das Angebot an Wettbewerben für UnternehmerInnen ist also höher, als das für Nicht-UnternehmerInnen, doch suchen UnternehmerInnen auch häufiger den Wettbewerb?

Urbig, Bönte, Procher und Lombardo (2019) haben sich mit dieser Frage beschäftigt und haben zunächst festgestellt, dass es 3 Gründe gibt, für UnternehmerInnen am Wettbewerb teilzunehmen:

  1. Der Wunsch zu gewinnen

  2. Dem Streben nach persönlicher Entwicklung

  3. Die Freude am Wettbewerb


UnternehmerInnen haben oft Spaß an Wettbewerben teilzunehmen

Der Wunsch zu gewinnen (1) und das Streben nach persönlicher Entwicklung (2) ist bei UnternehmerInnen nicht signifikant anders als bei Nicht-UnternehmerInnen. Es hat sich herausgestellt, dass Entrepreneure häufiger Freude am Wettbewerb (3) haben und nicht wegen dem Gewinn oder der persönlichen Entwicklung an Wettbewerben teilnehmen.


Deswegen ist die Freude am Wettbewerb laut Urbig, Bönte, Procher und Lombardo, ein weiterer Faktor, neben einer hohen Risikobereitschaft und starkem Selbstvertrauen, der als Schlüsselelement für Entrepreneure zu sehen ist. Wenn eine Person viel Freude an Wettbewerben hat, kann es gut sein, dass sie auch ein guter UnternehmerIn wird.


Wenn du mehr über die Studie erfahren möchtest, kannst du den Artikel “Entrepreneurs embrace competition: evidence from a lab-in-the-field study” aus der Small Business Economics über die EZB der Uni kostenlos* abrufen.


*für Studierende und Mitarbeiter*innen der UW/H


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