• Wanja Firnkes

Risikokapital und Corporate Social Responsibility

Was ist Risikokapital und Corporate Social Responsibility?

Der Begriff Corporate Social Responsibility (CSR) beschreibt den freiwilligen Beitrag der Wirtschaft, zum Beispiel in Form von Unternehmen, zu einer nachhaltigeren Entwicklung.

Dabei geht das nachhaltige Handeln der CSR-Unternehmen über die gesetzlichen Forderungen zur Nachhaltigkeit hinaus. CSR steht generell für verantwortungsvolles unternehmerische Handeln und muss nicht nur umwelttechnische gesehen werden, faire Arbeitsbedingungen können zum Beispiel ein weiter Grund sein, der ein CSR-Unternehmen ausmacht.

Risikokapital bezeichnet ein Investment, das unter Verlustrisiko zur Finanzierung eines jungen Unternehmens eingesetzt wird. Dabei ist es entscheidend, dass das investierte Geld immer dem Risiko unterliegt, verloren zu gehen, wenn das Unternehmen scheitert. Es gibt sowohl Privatpersonen, als auch Firmen, die Risikokapital vergeben.


Wie beeinflusst Risikokapital die Corporate Social Responsibility eines Unternehmen?

Alakent, Goktan und Khoury (2020) haben sich mit dieser Frage auseinandergesetzt und kamen zu folgendem Ergebnis: Unternehmen, die durch Risikokapital gefördert wurden, wiesen schlechtere CSR-Bilanzen auf, als Unternehmen, die nicht durch Risikokapital gefördert wurden. Den Grund dafür sehen sie in dem Einfluss, der von den Risikokapitalgebern kam. Aber: Wenn Unternehmen von Risikokapitalgebern unterstützt wurden, die selbst soziale oder umweltpolitische Maßnahmen bevorzugen, wirkte sich dies auch positiv auf die unterstützten Unternehmen aus. Traditionelle Risikokapitalgeber hingegen führten zu eher schlechteren CSR-Bilanzen.


Wie stark beeinflusst Risikokapital ein Unternehmen?

Laut Alakent, Goktan und Khoury beeinflusst Risikokapital Unternehmen insofern, dass die Ziele des Unternehmens sich den Zielen der Risikokapitalgeber anpasst. Anstatt auf Sicherheit und langfristigen Erfolg zu setzen, ist das Ziel von Risikokapital-geförderten Unternehmen eher, kurzfristig viel Erfolg zu haben um einen erfolgreichen Exit zu erreichen. Zurückzuführen ist das auf die Art und Weise, wie Risiko-Kapitalgeber ihr Geld investieren, denn ihr Ziel ist in der Regel, möglichst viel Profit zu erwirtschaften, wobei gesellschaftliche Interessen nur selten berücksichtigt werden.



Wenn du mehr über die Studie erfahren möchtest, kannst du den Artikel “Is venture capital socially responsible? Exploring the imprinting T effect of VC funding on CSR practices” aus dem Journal Business Venturing über die EZB der Uni kostenlos* abrufen.


*für Studierende und Mitarbeiter*innen der UW/H


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