• Alina Schlieper

Lernen im vierten industriellen Zeitalter. Was sich für Gründer*innen ändern sollte


Das vierte industrielle Zeitalter bringt viele fundamentale Veränderungen mit sich. Bildung kann dabei das Schlüsselinstrument für junge Menschen sein, mit den Veränderungen der heutigen Zeit umzugehen.

Wie oft habt Ihr Euch schon die Frage gestellt, wie sinnvoll es war, was wir in der Schule gelernt haben? Wir können Gedichte auf unterschiedlichen Ebenen analysieren, wissen aber nicht, wie wir eine Steuererklärung ausfüllen müssen.

Aber wie sollte Bildung gestaltet werden, vor allem auch so, dass Ihr als Gründer*innen mehr davon profitiert?


Mit dieser Frage hat sich Zhang (2020) beschäftigt.

Dabei fand der Wissenschaftler in seiner Studie heraus, dass vor allem drei Kernaspekte sehr wichtig sind:


Als ersten Punkt nannte der Forscher den Stundenplan von Schüler*innen und Studierenden. Anstatt sich mit Themen zu beschäftigen, die in der beruflichen Zukunft von Schüler*innen und Studierenden eine eher untergeordnete Rolle spielen, sollten man sich vermehrt auf das Thema Digitalisierung stützen. Denn wie man an der aktuellen pandemiebedingten Lage gut erkennen kann, spielt dieses Thema eine immer größere Rolle. Man sollte Schüler*innen und Studierenden lehren mit Unsicherheiten umzugehen und sich schnell an neue Gegebenheiten anzupassen. Hilfe zur Selbsthilfe oder Problemlösestrategien an die Hand zu geben, sind nur zwei seiner Vorschläge.


Aber auch Konstruktivität ist sehr wichtig. Statt alle Schüler*innen und Studierenden gleich zu behandeln, sollte man versuchen, individuell nach Wissen und Eigenschaften zu fördern und zu fordern. Ein konstruktives Miteinander und voneinander lernen ist dabei essenziell.


Dieses angeeignete Wissen sollte jedoch nicht durch einfache Wissensabfrage geprüft werden, sondern eher praktisch angewandt werden, so nannte es der Forscher in seinem letzten Punkt. Nur so können die Lernenden erfahren, wie sie das theoretische Wissen in die Praxis umsetzen können.


In der Uni nur Theorien zu lehren und diese anhand einer einfachen Prüfung abzufragen ist laut der Studienergebnisse nicht so sinnvoll, wie praktisch angewandt zu lehren. Insbesondere sollte der Fokus auf Themen liegen, die besonders im Hinblick auf die berufliche Zukunft von Studierenden essentiell sind.

Habt Ihr nicht auch den Eindruck, mehr Praxisbezug im Studium würde Euch bei der Weiterentwicklung Eures Start-ups besser voran bringen?


Wenn Du mehr über die Studie erfahren möchtest, kannst Du den Artikel “Pedagogical alignment for entrepreneurial development“ aus dem „Journal of Entrepreneurship Education” über die EZB der Uni kostenlos* abrufen.


*für Studierende und Mitarbeiter*innen der UW/H