• Sabrina Basner

Konkurrenz im Start-up Business - wie beeinflusst Konkurrenzdenken Eure Leistung?

Wer von Euch ist Gründer*in und stand schon einmal vor folgender Erkenntnis: Man denkt, man wäre der oder die Erste auf dem Markt mit seiner innovativen Idee, doch dann findet man bei Recherchen ein weiteres Start-up in den Startlöchern, mit einer ähnlichen Geschäftsidee. - Das Rennen um die ersten Meilensteine hat begonnen!


Mit dieser Frage, welche Emotionen bei der Einschätzung der Konkurrenz eine Rolle spielen und was Konkurrenzdenken mit der Leistung eines Unternehmens macht, haben sich Chitsaz, Etemadifard, Khoshsoroor & Dapeng (2020) beschäftigt. Dabei schauten sich die Wissenschaftler*innen die sich gegenüberstehenden Emotionen „Angst“ und „Hoffnung“ an und wie diese die Einschätzung der Konkurrenz beeinflussen.


Dabei spielt die Emotion Angst vor allem vor Versagen und Verlusten bei der Beurteilung der Konkurrenz eine deutlich größere Rolle als die Emotion Hoffnung auf Erfolg. Menschen mit einer hohen Angst vor dem Versagen schätzen die Performance des gegenübers und damit die Konkurrenzsituations deutlich aggresiver ein.


Doch aufgepasst! Beide Extreme, sowohl zu viel Angst als auch zu viel Hoffnung, sind kontraproduktiv für eine gute Performance.

Denn die Theorie des „intentionalen Stils“ besagt, dass ein hoher Grad an Angst den internen Fokus verringert, ebenso wie die kognitive Kapazität. Zu viel Angst beeinflusst das Arbeitsergebnis demnach negativ.

Ein zu hoher Grad an Hoffnung wiederum lässt die Akteure eher zu Leichtsinn neigen.


Einen gesunden Respekt vor der Konkurrtenz zu haben kann also nicht schaden! Aber lasst diesen auf keinen Fall zu groß werden!


Wenn Du mehr über die Studie erfahren möchtest, kannst Du den Artikel „Competition Shadow: Anchoring to Fear Versus Hope in Estimating Rivals in Competition“ aus dem Journal „ Advances in cognitive psychology“ über die EZB der Uni kostenlos* abrufen.


*für Studierende und Mitarbeiter*innen der UW/H