• Sabrina Basner

Gründerinterview mit Culturino



Elena und Robert Ihr habt euch mit eurer Start-up Idee für das Visionest-Programm des EZW entschieden, stellt euch und eure Idee doch einmal kurz vor:


Unsere Idee ist es eine Plattform mit online und offline Erlebnisangeboten zu unterschiedlichsten Themen für Kinder im Alter 4-14 Jahren aufzubauen. Es gibt viele Menschen von denen Kinder spannende Dinge lernen können, diesen fehlt oft das Knowhow und Geld sich richtig zu vermarkten. Wir wollen mit diesen Selbstständigen z.B. Künstlern zusammenarbeiten und entwickeln mit ihnen zusammen ein kinderfreundliches Workshopkonzept mit lehrreichen Inhalten im Rahmen unserer Culturino Academy. Dadurch schaffen wir ein qualitativ hochwertiges breitgefächertes Angebot, sowohl inhaltlich als auch preislich, was für jeden zugänglich ist. Die Kunden haben keinen weiteren Aufwand, da alle Materialien zur Durchführung der Workshops zur Verfügung gestellt werden. Mit Culturino verfolgen wir das langfristige Ziel für Kinder egal mit welchem sozialen Hintergrund Angebote zu schaffen bei denen sie sich persönlichen weiterentwickeln können.


Wie seid ihr auf die Idee gekommen eine Plattform für selbständige Workshopanbieter anzubieten?


Anfang 2020 begab sich Robert auf die Suche nach spannenden Freizeitangeboten

für seine älteste Tochter. Nach langer Recherche musste er allerdings frustriert feststellen,

dass es gar nicht so einfach war qualitativ hochwertige Kurse und Workshops für Kinder zu

finden. Es gibt viele unterschiedliche Angebots- und Preismodelle, worüber er sich erstmals mühsam einen Überblick verschaffen musste. Zudem war er sich stets unsicher über die

Qualität der Angebote und ob er den Anbietern seine Tochter überhaupt anvertrauen könne.

Nachdem er dann einen Kunstkurs für seine Tochter buchte und von dem Output des Kurses

mehr als enttäuscht wurde, entschied er andere Eltern zu fragen, wie sie Freizeitangebote

für ihre Kinder suchten. Schnell wurde klar: Auch die anderen Eltern hatten die gleichen

Probleme und Sorgen bei der Suche nach Freizeitangeboten für ihre Kinder.

Also entschied sich Robert dazu das Problem selbst zu lösen und trat mit potentiellen Anbietern in Kontakt. Hier erhielt er das Feedback, dass vor allem der administrative Aufwand und das Marketing sehr mühsam für die selbstständigen Anbieter sind. Unser Ziel ist es ihnen diese Arbeiten abzunehmen, so dass sich unsere Anbieter voll und ganz auf ihre Leidenschaft fokussieren können.


Wann genau habt ihr angefangen eure Idee in die Tat um zusetzt und was hat euch am meisten darin bestärkt euch Selbstständig zu machen?


Robert meldete sich im November 2020 bei dem Start-up Weekend von borek.digital an und es bildete sich ein Team aus sechs Personen, welche zusammen im Rahmen des Wochenendes eine Pitch Präsentation ausarbeiteten. Zum Ende des Wochenendes wurden die Geschäftsideen gepicht, das Team belegte den ersten Platz und gewann etwas Preisgeld. Von den sechs Personen blieben wir zwei Gründer über. Das positive Feedback von dem Start-up Weekend motivierte uns gemeinsam an der Geschäftsidee weiter zu arbeiten. Wir entschieden uns dazu Culturino in Form eines Plattformmodells mit angebundener Academy aufzubauen und führten Probeworkshops durch um unsere Idee zu testen.


Ihr habt bereits einige Probeworkshops angeboten und konntet mit dem Feedback, sicher auch einige „Schwachstellen“ beheben. Wie wichtig ist dieser Proof of Concept?


Es war sehr wichtig für uns unseren Markt zu testen und erstes Feedback zu erhalten, denn dadurch konnten wir uns selbst in die Lage unserer Workshopanbieter versetzen und generell arbeiten wir stets nach dem Prinzip ausprobieren und verbessern. Wir konnten Schwachstellen in unserem Workshopkonzept identifizieren z.B. was die Struktur des Ablaufs betrifft. Zudem haben wir erkannt wie wichtig unser Academy Konzept ist und die enge Zusammenarbeit mit den Anbietern, um langfristig eine hohe Qualität unserer Workshops sicherzustellen.


Da Robert noch Vollzeit arbeitet und Elena auch beruflich eingebunden ist, wie teilt ihr euch die Arbeitszeit auf?


Wir haben uns zu Anfang des Jahres Gedanken gemacht, wer wie viel Zeit investieren kann und arbeiten beide ca. 15 h die Woche an Culturino. Insgesamt arbeiten wir mit einer klaren Arbeitsaufteilung und können uns stets aufeinander verlassen. Bei gemeinsamen wöchentlichen Meetings arbeiten wir offene Punkte und Fragen fokussiert ab, dadurch kommen wir gut voran.


In welcher Phase befindet sich Culturino derzeit?


Wir befinden uns zwischen der Pre-Seed und Seed Phase. Unser Geschäftsmodell haben wir definiert und jetzt geht es darum alles für das operative Geschäft vorzubereiten. Wir entwickeln momentan unsere Corporate Identity, bauen unseren Anbieterpool und unseren Webshop auf, um im Herbst mit unseren ersten Workshops auf den Markt zu gehen. Natürlich arbeiten wir auch fleißig an unseren Softskills als Gründer und das EZW Visionest Programm unterstützt uns bei dieser Entwicklung.


Danke für deine doch sehr knappe Zeit und viel Erfolg!