• Wanja Firnkes

Blogeintrag: Social Entrepreneurship

Beschäftigt sich dein Start-up mit gesellschaftlichen Problemen?


Wenn ja, dann gehört dein Start-up höchstwahrscheinlich zu dem Bereich “Social Entrepreneurship”. Der Trend geht dahin, dass immer mehr Start-ups einen Beitrag zum Umweltschutz oder zu gesellschaftlichen Problemen leisten wollen. 2019 gab es deutschlandweit schon 10% mehr Start-ups im Bereich Social Entrepreneurship, als 2018. Für die nächsten Jahre ist ein weiterer Anstieg zu erwarten, weil im Rahmen des Klimawandels mit neuen nachhaltigen Innovationen zu rechnen ist. Es lohnt sich also anzuschauen, wer die sozialen Gründer*innen sind.


Auch wir haben uns intensiv mit dem Thema Social Entrepreneurship beschäftigt und unsere Ausrichtung dahingehend geändert. Deshalb konzentriert sich das EZW auf die Unterstützung der Social Entrepreneure, die globale Probleme unternehmerisch nachhaltig lösen wollen. Unser Ziel ist es dementsprechend, soziale Geschäftsideen nachhaltig erfolgreich zu machen.


Wer sind die Social Entrepreneure?


In einer länderübergreifenden Studie haben Brieger, Bäro, Criaco und Terjesen (2020) untersucht, wie sehr das Alter der Gründer*innen, mit ihren sozialen Werten zusammenhängt. Mit sozialen Werten ist zum Beispiel ein starkes Umweltbewusstsein gemeint, es kann aber auch eine Verbesserung von gesellschaftliche Probleme wie Armut und globaler Ungerechtigkeit sein.


Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass junge Unternehmer*innen das stärkste Bedürfnis haben, sozialen Wert zu schaffen. Das führen sie auf eine idealistische Denkweise junger Personen zurück. 


Unternehmer*innen im mittleren Alter (43-55 Jahre) haben die geringste Motivation sozialen Mehrwert zu schaffen.


Unternehmer*innen mittleren Alters haben eine sehr geringe Bereitschaft, sozialen Wert zu schaffen, stattdessen stehen ökonomische Ziele im Vordergrund. Sie sind eher auf finanzielle Sicherung und Wohlstand aus. Interessanterweise sind ältere Unternehmer*innen wiederum eher bereit soziale Werte zu schaffen. Grund dafür sollen eine stärkere Gewissenhaftigkeit und mehr hinterfragen sein. 


Dies scheint plausibel, wenn man sich die soziale Bewegung “Fridays for Future” anschaut, bei der ein ähnliches Bild widergespiegelt wird. Ganze 86% der Bewegung sind 14-35 Jahre alt. Die 46 bis 55-Jährigen machen nur einen Anteil von 3,6% aus. Ältere Menschen sind zwar eher unterrepräsentiert, haben aber mit “Omas for Future” eine eigen Sparte und zeigen somit höheres Engagement.


Wenn du mehr über die Studie erfahren möchtest, kannst du den Artikel “Entrepreneurs’ age, institutions, and social value creation goals: A multi-country study” aus Small Business Economics über die EZB der Uni kostenlos* abrufen.


*für Studierende und Mitarbeiter*innen der UW/H

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