• Wanja Firnkes

Erschöpfung

Aktualisiert: Mai 13

Erschöpfung


Erschöpfung bei Gründer*innen


Wie wir im letzten Blogeintrag erfahren haben, sind Gründer*innen häufiger extremen Emotionen, wie Stress oder Euphorie ausgesetzt. Da wundert es nicht, dass sie auch häufiger mit Erschöpfung und Konzentrationsproblemen zu kämpfen haben. Eine Studie von Murnieks et al. (2020) hat sich damit beschäftigt, wie sich Achtsamkeitsübungen und Schlaf auf die Erschöpfung von Gründer*innen auswirken.


Warum sind Gründer*innen häufig erschöpft und was sind die Folgen?


Gründer*innen arbeiten intensiv an Herausforderungen, die mit der Gründung eines Unternehmens verbunden sind. Um die Herausforderungen, in Form von Leistungsdruck und finanziellen Sorgen zu bewältigen, wird in der Regel weniger geschlafen und länger gearbeitet (Warum wenig Schlaf und lange Arbeitszeiten keine gute Idee sind, erfährst du hier). Die schlechten Arbeitsbedingungen sorgen dann dafür, dass man sich erschöpft fühlt. Mit der Erschöpfung gehen dann verminderte Arbeitsleistung, Konzentration oder Motivation einher. Die Folgen von mangelnder Motivation oder fehlender Konzentration können einem Unternehmen langfristig schaden oder es sogar in den Ruin treiben. Es ist also entscheidend, wie Gründer*innen mit Erschöpfung umgehen, bzw. wie die negativen Effekte eingedämmt werden können.


Was kann man gegen die Erschöpfung tun?


In der Studie wurde untersucht, wie sich Schlaf und Achtsamkeitsübungen (z.B. Meditation) auf die Erschöpfung auswirken. Sie kam zu dem Schluss, dass Gründer*innen, die Achtsamkeitsübungen praktizieren seltener erschöpft sind. Durch die Übungen hat man seine Gedanken und Emotionen besser unter Kontrolle, damit fühlt man sich generell aufmerksamer und weniger erschöpft. Zu ähnlichen Ergebnissen kam die Studie in Bezug auf Schlaf: Wer ausreichend schläft, ist weniger erschöpft. Beim Schlaf werden die Energiereserven des Körpers wieder aufgefüllt, wodurch man sich weniger erschöpft fühlt.


Achtsamkeitsübungen oder ausreichend Schlaf können einer Erschöpfung entgegenwirken


Aber: Wenn man ausreichend schläft und Achtsamkeitsübungen praktiziert, ist nicht davon auszugehen, dass man doppelt so entspannt ist. Achtsamkeitsübungen und Schlaf kompensieren sich gegenseitig, d. h. wenn man ausreichend geschlafen hat, braucht man keine Achtsamkeitsübungen mehr (oder andersherum). Es gilt: Entweder ausreichend Schlaf oder Achtsamkeitsübungen reichen aus, um sich weniger erschöpft zu fühlen.


Falls du dich oft erschöpft fühlst, solltest du also in Erwägung ziehen, mehr zu schlafen oder Achtsamkeitsübungen auszuprobieren.


Wenn du mehr über die Studie erfahren möchtest, kannst du den Artikel “Close your eyes or open your mind: Effects of sleep and mindfulness exercises on entrepreneurs‘ exhaustion” aus dem Journal Business Venturing Volume 35 (2020) über die EZB der Uni kostenlos* abrufen.

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